Deus ex machina

Von Zeit zu Zeit schauen wir immer wieder gerne vorbei. Bei den sogenannten „Großen“ der Szene. Deus ex Machina ist definitv so eine Größe. Ausgehend von Sydney / Australien, haben sie ein kleines weltumspannendes Imperium geschaffen. Bali, Mailand, Los Angeles und Tokio waren die weiteres Stationen ihrer Expansion.  In Mailand waren wir schon öfters zu Gast, alle 6 Monate sind wir mal dort im Schnitt. Die Entwicklung ist eine ungewöhnliche, sie schreitet aber stets voran. Deus begann als Surfshop und Motorradbauer, legendär sind die Bilder von schmalem Maschinen mit Surfbretthaltern, die den Sunnyboys alles geboten haben um den Sommer zu genießen.
Ausgeweitet wurde das Portfolio dann um T-Shirts und Surfmode, mittlerweile gibt es auch für den Bike alles was er braucht. Fahrräder waren das nächste Geschäftsfeld, wer zur L’Eroica fährt, wird am Deus Team nicht vorbeikommen. Die Leute haben es wohl immer mehr „hip“ gefunden, die Einrichtung der Läden ist am Puls der Zeit, alles wirkt wertig und ist durchdesigned. Wer mal länger im Store bleiben möchte, wird hungrig oder durstig, damit lässt sich was verdienen, das DEUS Café war geboren.

Mittlerweile speist man im Mailand in der Via Thaon di Revel à la carte und sehr gut. Das Mailänder Abendkonzept für „afterbusiness“ wurde aufgegriffen, es tummeln sich die Schönen und (wohl auch) Reichen im Restaurant. Ohne Reservierung ist es ausgeschlossen einen Sitzplatz zu bekommen. Man sieht die frisch am Näschen operierte Rechtsanwaltsgattin mit dem Prada Täschchen mit Ihrem Gegenüber über alles mögliche Plaudern, um Motorräder geht es aber nicht. Die Klientel ist eine andere geworden.Das sieht man auch am Parkplatz, bzw. vorm Eingang. Als wir mit lauten Motorrädern letzten Sommer etwas quer geparkt hatten und mit Fliegenschissleder und dreckigen Stiefeln auf einen Platz pochten, wurden wir nicht nur bewundert.

Auf die neunen Herausforderungen wird bei DEUS auch dementsprechend reagiert. Die Bereiche, wo früher noch Motorräder und Surfbretter ausgestellt waren, werden verkleinert, der Loungebereich wächst Jahr für Jahr. Die Mode verkauft man sowieso übers Internet und für Damen hat man eh nie was gehabt. Es ist ein anderes Deus geworden, dieses Deus.

Dieses Mal konnten wir den Shop leider nicht besuchen, hinter der Glaswand war Schluss. Auch in Mailand wurde eine kleine Winterpause eingehalten. Einen Café haben wir uns aber gegönnt. Und der war gut.

In der selben Straße haben sich auf andere wie „officine mermaid“ angesiedelt. Also bummelt mal rum, wenn ihr dort seid. Bis dahin gibt es ein paar Bilder.

 

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