Custom bikes made in Cambodia

Nun ja. Das soll es geben. Wieder wurde Hr. Google befragt und die Antwort war eindeutig: Moto Cambodge. Die Bilder stimmten zuversichtlich, alles was wir über das Entwicklungsland wissen, eher nicht.

Das Königreich der Khmer

zählt 15 Millionen Einwohner, davon 1,5 Millionen in der Hauptstadt Phnom Penh. Atemberaubend in zweierlei Hinsicht ist der Anteil der Zweispurigen in dieser Stadt: Sie beziffert sich auf sage und schreibe 500.000!

Hangar 44

Wir haben auch herausgefunden, dass einer der drei Inhaber von Moto Cambodge, Patrick Uong, eine Bar Namens Hanger 44 im hippen Basic Lane besitzt. Nichts wie hin also.

Sofort sahen wir, dass der Laden gespickt mit Motorradrelikten und Dekoteilen sowie mit außergewöhnlich coolen Bildern ist. Beeindruckend sind auch die dort befindlichen Motorräder. Eines, auf einem Podest in der Auslage, eines neben der Bar und ein weiteres hängt an Ketten von der Decke. Sofort fiel uns ein Plakat vom Gentlemans Ride auf. Moto Cambodge war der Veranstalter 2016. Die Gemeinsamkeiten sollten sich in Folge häufen…

Moto Cambodge

Patrick Uong ein US-Kambodschaner, Justin Stewart aus Australia und Paul Freer haben Moto Cambodge vor 3 Jahren gegründet und bauen seit dieser Zeit alles um was sie in die Hände bekommen. Aber genau das ist ein großes Problem – etwas in die Hände zu bekommen.

Schließlich hat Kambodscha nicht annähernd das Grundmaterial zur Verfügung, wie wir es haben. Es gibt kaum Motorräder und schon gar nicht ältere. Seit geraumer Zeit, gibt es neben einigen Japanern wie Honda auch Husqvarna, Ducati oder BMWs zu kaufen. Aber wenn man etwas aus den 70ern oder 80ern sucht, dann ist das wie die Nadel im Heuhaufen. Das Khmer Regime hat das Land von 1975 bis 1979 in Angst und Schrecken versetzt und es herrschte Krieg. Das ist der Grund, dass dem Trio nichts anderes übrig bleibt, als ihr Rohmaterial aus Australien, Amerika und Restasien zu importieren. Natürlich bedarf dies guter Organisation und ordentlicher Planung. Seinen Preis hat es auch. Die Importsteuer auf Fahrzeuge liegt bei 115 bis 325%. Selbiges Problem besteht natürlich auch beim Zubehör und bei Ersatzteilen.

Not macht erfinderisch.

Aber vor allem macht es kreativ. Wir sind beeindruckt!

Man hat sich viel zu erzählen, wenn man aus demselben Eck kommt. Patrick wollte im Gegenzug alles über die europäische Szene wissen und so wurden wir kurzerhand zur Weihnachtsfeier eingeladen. Wir glauben, hier ging es mehr um das Wort „Feier“ als um „Weihnacht“. Uns war es recht, wie oft hat man schließlich schon die Möglichkeit?

Viele Bikes diskutiert. Viele Typen analysiert. Einige Bier getrunken. Verrauchte Bude und trüber Blick.  „FUCK CAFE RACER“ – mit Kreide an die Wand geschrieben. Kunstvoll. Vom Meister selbst. Die Diskussion nahm seinen Lauf. Die Bike-Exifs und Pipeburns dieser Welt. Brauchen wir die? Oder sind das die Ö3-Charts der Custom Bike Szene? What’s next? H&M by „Bike Exif“?

Elvis hat früher aufgeregt und wird heute im Lokalradio nach dem Gabalier gespielt.

Fuck Rock’n Roll & Punk isn’t dead!

 

Photo by KPR, Cambodia’s Number 1 Event Photography Service Since 2010. More info http://qr.KPR.nu


Photo by KPR, Cambodia’s Number 1 Event Photography Service Since 2010. More info http://qr.KPR.nu


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