Die MBE Verona. Eine Zusammenfassung

Die MBE Verona. Eine Zusammenfassung

Die Motor Bike Expo in Verona. Ein sehenswertes Spektakel.

 

Es war ein harter Anreisetag zu unserer ersten Messe in Verona. Tom legte frühmorgens bereits los, musste über das deutsche Eck fahren und wollte eigentlich am besten Nachmittag schon am Zielort sein. Ich folgte ein paar Stunden später auf direktem Weg, war aber trotzdem irgendwie erster. Ein Gedränge wars auf den halb aufgebauten Ständen. Irgendwie bekamen alle Panik, um halb sieben sollte das Messegelände geräumt werden. Der Putztrupp hatte die ganze Nacht zu tun.

Nicht ganz eine Stunde bevor die Schotten dichtmachten, kam Tom dann daher, wir luden die Bikes schnell aus und hatten noch ein bisschen Zeit mit dem Staubtuch drüberzugehen. Der Pipeburn Stand war schon etwas voll, natürlich wollte sich jeder einen Platz in der ersten Reihe sichern.

In guter Gesellschaft

Neben unserer Bavarian Bobber und der Weltpremiere TITAN “one” war das mitteleuropäische who-is-who der Builderszene vertreten. Der Stadtrivale Vagabund kam mit zwei bekannten Bikes, aus der Schweiz war eine BMW von VTR vertreten, Nik von den Young Guns stellte die Sieger-Indian von Punks-Peak und eine sehr gelungene und spezielle Triumph aufs Parkett. Nicht zu vergessen eine Royal Enfield im Café Racer Look von Shiroja aus Britannien und aus Norditalien eine coole Benelli im Porsche 512LM Look von Plan B Motorcycles.

Andrew von Pipeburn musste sich also nicht schämen.

Die Halle 4

Halle 4 wurde so zum Zuhause für die nächsten Tage. Ich kann sagen, die Reise nach Verona ist auf alle Fälle empfehlenswert. Für jedermann und jederfrau ist was dabei. Unsere Halle war gespickt mit coolen Builds aus aller Welt, natürlich auch in Italien etwas BMW lastig, fast wundert man sich, wo die Basisfahrzeuge alle noch herkommen. Die K Baureihe feiert Renaissance, aber auch immer mehr R1100, R1150 etc. werden grob beschnitten. Not macht erfinderisch. Ich hab mich jedenfalls wohlgefühlt dort. Triumph, Guzzi, Royal Enfield, BMW Heritage und Moto Morini waren die Hersteller die unsere Halle als Ihr Zuhause erkoren.

Die Halle 1 – 3

Auch für die rot-schwarz Behemdeten mit den weißen Socken ist genug zu sehen. Die Hallen 1-3, gesteckt voll mit Bauwerken aus Milwaukee. Für mich hochinteressant ist die verschiedene Herangehensweise der beiden Subkulturen. In 4er Hallen wird Wert auf Fahrbarkeit, wenig Gewicht, gedeckte Farben, hochwertige Materialien, Schlichtheit und Eleganz gelegt. In Halle 1-3 wird jeder Quadratmillimeter mit Pinstriping oder Metalflake verwertet (ja! noch immer!), Inder beziehen ganze Motorräder mit Schildpatt und mit einem Vorderrad in Größe 32″ fällt man hier auch nicht weiter auf. Es ist alles wie immer, man fühlt sich in der Zeit zurückgesetzt. Es ist nicht anders. Es ist auch nicht neu. Es ist größer, dicker und breiter. Amerikanischer.

Die Verpflegung

Besonders am Essen sieht man, dass es drei Hallen gegen eine sind. Burger, Dry Age Steaks, Ribs and Wings, schlechte Pommes und Heineken Bier erfreuen die angereisten Biker aus nah und fern. Für mich hätte es gerne etwas mehr Regionalität sein können, vielleicht kann man Nudeln und italienische Eintöpfe aber für die Menge an Menschen einfach nicht bereithalten. Und Peroni oder Birra Moretti hätten die Hektoliter nicht nach Verona gebracht. Ich werd’s nie erfahren.

Fazit

Für den interessierten Besucher gibt es eine Menge zu sehen. Zwei bis drei Tage auf der Messe sollte man einplanen. Eine Tag mehr, wenn man auch noch die wunderschöne Altstadt von Verona und das Nachtleben geniesen will. Mehr Leder als am Markt von Tarvis, T-Shirts, Gürtel, Ketten, Hüte. Viele sah man auch mit neu erstandenen Reifensätzen umherwandern. Klein ist das Spektakel nicht, auch im Aussenbereich wird man mit allerlei Rahmenprogramm verwöhnt. 160 Tausend Besucher, ich hab es nicht gezählt, es klingt plausibel. Das Gedränge zwischen den Gängen ab Samstag ließ mich zu Stoßzeiten, an IAA Besuche nach den Pressetagen zurückdenken.

Unsere zwei Bikes kamen bei den Besuchern sehr gut an, die Bobber war bereits ortsbekannt und uns wurde erklärt, dass das Motorrad im italienischen Google auf Seite 1 ganz oben aufscheint. Aber auch die TITAN “one” bekam durchwegs positiven Zuspruch und wurde tausende Male fotografiert.  Die Brat Legende Go Takamine und seine Gespielin zollten mir ebenfalls Respekt für die Bauleistung. So weit, so gut.

Nach einem Tag war die erste Speicherkarte schon voll und ich kann euch bei weitem nicht alles zeigen. Eine Auswahl stelle ich aber sehr gerne bereit. Vielleicht ist was dabei für euch. Ich freue mich auf Kommentare.

 

weitere Infos zum Event findet Ihr hier: http://www.motorbikeexpo.it/en/

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